Nachricht von Bürgermeister Ioannis Delakos – Stand 28.03.2020 – 19:00 Uhr

von am 30. März 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute Abend trete ich mich zwei Bitten an Sie und hoffe sehr, dass Sie mich dabei unterstützen.

1.
Auch wenn es jetzt etwas lustig klingen mag, aber der scheinbare Mangel
an Klopapier kann in naher Zukunft tatsächlich zu einem Problem werden.
Wenn nämlich Menschen, die kein Klopapier mehr bekommen, andere Mittel
zur Körperhygiene benutzen müssen, etwa Zeitungspapier, Feuchttücher
oder Küchenkrepp, dann besteht die ernsthafte Gefahr, dass
Abwasserpumpen verstopfen und zu einer Störung der Abwasserreinigung
führen. Jetzt, da wir auch im Bereich der Abwasserbeseitigung in
Notbesetzungen arbeiten, wäre es fatal, wenn die Mitarbeiter auf den
Kläranlagen sich mit solchen Problemen auseinandersetzen müssen. Also
bitte ich alle noch einmal eindringlich sich nicht mit Monats- oder gar
Jahresrationen Klopapier einzudecken und allen anderen auch etwas übrig
zu lassen. Weiterhin bitte ich Sie keine weiteren Fremdstoffe (Windeln,
Binden und dgl.) über die Toilette zu entsorgen. Das kann wirklich zu
ernsthaften Problemen führen. Im übrigen gilt diese Bitte auch für die
Zeit nach Corona.

2. Der Stadtseniorenrat sucht dringend Helfer,
die eine Nähmaschine und Stoff zu Hause haben, um Schutzmasken
herzustellen. Diese werden für die Betreuung von Menschen mit
Behinderung benötigt, da keine Schutzmasken mehr vorhanden sind. Der
Hilfeaufruf wurde von der Stiftung Zenit (u.a. CAP-Märkte) gestartet.
Wer gerne helfen möchte, der möge sich bitte mit der Vorsitzenden des
Stadtseniorenrates, Frau Margret Blascheck in Verbindung setzen. E-Mail:
vorstand@stadtseniorenrat-Holzgerlingen.de.
Oder direkt mit Frau Botero von der Stiftung Zenit. E-Mail: n.botero@stiftung-Zenit.org.

Wir
wissen, dass ein selbstgenähter Mund-Nase-Schutz nicht vollständig vor
Corona-Viren schützt. Aber sie kann beim Träger die ausgeschiedenen
Tröpfchen reduzieren. Die selbst gefertigten Masken sind daher immer
noch besser, als gar keinen Schutz zu haben. Außerdem dienen sie
möglicherweise leicht erkälteten Personal und schützen dadurch ebenfalls
betreuten Menschen mit Behinderung. Mit den selbst genähten Masken wird
auch einer Empfehlung der Charité in Berlin gefolgt. Das Schnittmuster
kann per Mail zur Verfügung gestellt werden.

Bitte helfen Sie bei beiden Themen oder versuchen Sie möglichst viele Menschen dazu zu sensibilisieren.

Herzlich Dank,

Ioannis Delakos
Bürgermeister

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